Die Planung fürs Jahrestreffen läuft auf Hochtouren! Die Platzbegehung fand schon statt, nun sind die ersten Bestellungen platziert und alles läuft so wie es soll, das Organisationsteam und viele Helfer sind im Einsatz.

 

Und um unseren Club-Mitgliedern die Anfahrtsplanung zu erleichtern und die Anfahrt so kurzweilig wie möglich zu gestalten, hier ein paar erste Tipps für den Weg zu uns.

 

Wir beginnen mit dem Weg aus Norden kommend:

 

Wer über Würzburg Richtung Schwaben reist, kommt über die A81 gen Süden.

Hier bietet es sich an, in Bad Mergentheim das erste Mal von der Autobahn abzufahren, um ein Stück entlang der Romantischen Straße Landschaft und Kultur zu genießen. Das Deutschordenschloß, die Innenstadt von Bad Mergentheim und Schloß Weikersheim sind Highlights der Gegend. www.bad-mergentheim.de/de/

 

Der Main-Tauber-Kreis und Hohenlohe bieten ein traumhaftes Revier für Roller-Fahrten. Eine Vielzahl von kleinen Straßen entlang und zwischen den Tälern von Tauber, Jagst und Kocher laden mit abwechslungsreichen Szenerien ein, nicht nur zu fahren, sondern auch zu verweilen und zu schauen.

 

Langenburg an der Jagst glänzt mit dem Automuseum des Fürsten Kraft zu Hohenlohe-Langenburg im Schloß. www.schloss-langenburg.de/automuseum Im Tale fühlt man sich an der Jagst versetzt in den Film „die Brücken von Madison County“: nach Unterregenbach führt heute noch eine romantische Holzbrücke in ein kleines schnuckeliges Dorf.

 

Wieder an der Autobahn, versteckt im Wald bei Lampoldshausen, eines der interessantesten Forschungszentren in Deutschland: das Raketentestgelände der DLR (Deutsches Zentrum für Luft-und Raumfahrt), in dem die aktuellen und zukünftigen Triebwerke der europäischen Raumfahrt getestet werde. Sollte also mit viel Getöse eine weiße Wolke in den Himmel steigen, läuft gerade ein Triebwerk, und die Kühlluft verdampft weithin sichtbar. Leider ist das kleine Museum am Standort nur selten -am 2. und 4. Freitag des Monats- geöffnet. www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10259/369_read-8053#/gallery/12175

 

Hat uns der Weg von der Jagst über den Höhenzug ins Kochertal Richtung Künzelsau geleitet, finden wir im Outlet-Shop der Jeans-Fabrik Mustang nicht nur feste Beinkleider, sondern durchaus auch Modisches zu günstigen Preisen. Aber auf keinen Fall versäumen:  das hochkarätige Museum Würth auf dem Gelände der Firma Würth! Kunst und Technik-Geschichte unter einem Dach.   kunst.wuerth.com

 

Rollert man zum Autobahnkreuz bei Heilbronn, hat man die Qual der Wahl: nach Westen ist es ein Katzensprung zum Deutschen Zweirad- und NSU-Museum mit 300 Motorrädern (hier sind die Roller mitgezählt), www.zweirad-museum.de   etwas weiter weg liegt Sinsheim mit der berühmten Ausstellung, die wird aber in der Anfahrt aus dem Nordwesten beschrieben.

 

Vom Autobahnkreuz Heilbronn Richtung Osten kommt gleich die Ausfahrt Öhringen, dort steht das Motor-Museum mit 90 Motorrädern, 25  Autos, einer umfangreichen Fotoapparate-Sammlung sowie einer Mode-und Accessoire-Ausstellung der wilden 50er und 60er Jahre. www.motormuseum-oehringen.de

 

Heilbronn beherbergt das Science Center Experimenta. Leider ist dieses bis 2019 geschlossen, auf der Homepage wird aber auf die MS Experimenta verwiesen, zu dieser gibt es aber erst im Januar 2018 Details. Wir sind gespannt! http://www.experimenta-heilbronn.de/

 

Nun fährt der Rollerfreund weiter Richtung Süden und kommt an dem wichtigsten Ort vorbei, den die Heinkel-Fahrer kennen: an Lauffen am Neckar, dem Ort, wo unsere Roller-Legende am Laufen gehalten wird.

Aber: zum Treffen gehört ja am Veranstaltungsort ein Teileverkauf unseres Lagers! Also muss man hier keinen Einkaufs-Abstecher machen.

 

Die Fahrt entlang des Neckars lohnt sich dennoch. Die kleinen mittelalterlichen Städtchen sind Kleinode nicht nur für Fachwerkfans. Besigheim mit seiner Felsenkellerei sei hier besonders erwähnt.

Die nächste Kreisstadt ist Ludwigsburg, ehemalige Residenzstadt, der die Kapriolen der ersten württembergischen Könige ein intaktes Schloß hinterlassen haben, das weitgehend unverbaut die Stilrichtungen von Barock zu Klassizismus zeigt. Im Stile Versailles errichtet und unter dem Namen Blühendes Barock sind Schloß und Gärten äußerst sehenswert. www.blueba.de/

 

Wer neben dem Heinkel noch ne Kreidler stehen hat, kann sich in Kornwestheim gleich noch mit Teilen versorgen.

 

Inzwischen sind wir fast schon in Stuttgart. Hier gibt es soviel zu tun und zu sehen, darüber bald eine extra Folge.

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Unsere Heinkler, die aus dem Süden der Republik zu unserem Treffen auf der Alb fahren, kennen das Revier bestimmt wie ihre Westentasche, trotzdem hier noch eine kleine Sammlung an interessanten Sehenswürdigkeiten auf dem Weg. Vielleicht regen sie ja auch zu einer Ausfahrt nach dem Treffen an.

 

Rund um den Bodensee, einer ausgesprochen reizvollen touristischen Gegend, lädt an dessen östlichen Gestaden, noch in Österreich Bregenz mit seiner einzigartigen Seebühne ein. In diesem Jahr steht Carmen auf dem Programm, wie immer mit einer aufwändigen Inszenierung. Unbedingt vorher Karten besorgen! Selbst in der Hochsaison kann man hier noch Glück haben. In Bregenz gibt`s auch das Gegenstück zum Kleinwagen: www.rolls-royce-museum.at

 

Entlang des Sees auf der Nordseite pitoreske Städtchen und Dörfer mit Strandpromenaden und fast schon mediteranem Flair: Lindau mit dem Eisenbahn- und Schiffahrtsmuseum, Kressbronn, Friedrichshafen mit zwei außergewöhnlichen Sammlungen im Zeppelin Museum und im Dornier Museum. Mit dem neuen Zeppelin NT werden verschiedene Fahrten über die Gegend angeboten, ein einmaliges Erlebnis. Www.zeppelin-nt.de

 

Einmal muss man über den See fahren, warum nicht mit der Fähre Meersburg – Konstanz? In die alte Konzil- Stadt und von dort aus auf die Blumen-Insel Mainau, vielleicht ist ja gerade die königlich-schwedische Verwandtschaft dort zu Besuch. Die Insel Reichenau, ebenfalls sehenswert, kostet dann keinen Eintritt.

 

Auf dem Weg zur Autobahn A81 Richtung Norden sieht man die Hegauberge, alte Volkan-Kegel, und auf jedem befindet sich eine Burg oder das, was davon noch über ist. Der Hohentwiel bei Singen ist deren bekanntester und den Aufstieg wert.

Hier noch ein paar Kilometer gen Westen, und in Blumberg beginnt die Sauschwänzle-Bahn , eine Museumsbahn mit wilder Streckenführung.  Www.sauschwaenzlebahn.de

 

Nicht weit nach Norden bietet sich die Möglichkeit, über Tuttlingen weiter zu fahren und von dort entlang des Donaudurchbruchs weiter nach Osten. Canon-artige Landschaft, mittendrin Kloster Beuron. In Meßkirch: das Oldtimermuseum im Schloß. Dann, in Sigmaringen angekommen: das Stammschloß der würrtemberger Linie der Hohenzollern, viel Geschichte in einem prachtvollen Ensemble. Und das Zündapp Museum der Brauerei Zoller-Hof beherbergt auch deren Kseltenen Kleinwagen! Www.zuendappmuseum.de

 

Gut, Bad Waldsee ist jetzt von hier etwas vom Schuß, noch hinter Biberach a d Riss, aber da dort das Museum der Firma Hymer zu sehen ist, solls nicht unerwähnt bleiben. Der Kleinwagen der Firma Dornier ist allerdings nicht immer in der Ausstellung, der reist durch die deutsche Museumswelt. Www.erwin-hymer-museum.de

 

Weiter nach Norden, entlang der A81: am Flugplatz in Villingen Schwenningen, nicht weit der A81 liegt das Flugzeug Museum, das stetig weiter wächst. Und etwas weiter Richtung Rottweil steht buchstäblich neu in der Landschaft der Aufzug-Test-Turm der Firma Thyssen. Und ist besuchbar! 246 Meter über der Landschaft! Von da sieht der Heinkel auf dem Parkplatz winzig aus. Noch ist der Andrang groß, deshalb besser vorher Tickets besorgen. Www.thyssen-elevator.com

 

In Tübingen stochert man im Sommer gerne auf dem Neckar mit einem Stocherkahn an der mittelalterlichen Stadt vorbei. Die Altstadt mit dem Marktplatz ist ein Kleinod. Und die Ausstellungs-Vielfalt groß: Boxenstop, Kunstgalerie, Hesse-Kabinett, Holzschnitt-Museum, Stadtkirche und noch vieles mehr.

 

Und -wie zuvor beschrieben zum Großraum Stuttgart demnächst die eigene Seite.

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Und von Westen her, aus der Rheinebene Richtung Schwobaheinkler wird man in Heidelberg auf jeden Fall die alte Universitätsstadt besuchen mit ihrem weltberühmten Schloss. Nicht weit von dort befindet sich die  Vehikelsammlung Eppelheim, in der die 50er und 60er Jahre wieder aufleben. Etwas älter das Sujet im Ladenburger Automuseum Dr. Carl Benz.

Und wenns schneller werden soll, findet man im Motorsportmuseum in Hockenheim am Ring das Richtige.

 

Da wir nun schon hier sind, gehen wir natürlich auch ins Technik-Museum in Speyer, in dem auch ein Lufthansa Jumbo ausgestellt ist, mit dem ich vor langer Zeit meine ersten Landungen auf einer B747 geübt habe. Er hats überlebt, und sieht auch noch gut aus.

Der Flugplatz Speyer ist gleich neben an. Hier wurden unsere Heinkel-Kabinen zusammengebaut!

 

Von Heidelberg läßt sichs gemütlich Neckar-aufwärts fahren, vorbei am Naturpark Neckartal-Odenwald, aber man sollte auf jeden Fall Sinsheim mit anpeilen: Das Auto- und Technik Museum. Mit über 600 zum Teil einmaligen Exponaten ein Highlight für Technikfans, dazu werden im IMAX 3D Filmtheater passende Streifen gezeigt.

 

Nochmals ein Blick in die Rheinebene: weiter im Süden gibt’s natürlich auch noch viel zu sehn: in BadenBaden, das Burda Kunstmuseum, in Iffezheim die Pferderennbahn, das Unimog-Museum in Gaggenau, das Residenzschloß in Rastatt, wo Demokratie-Geschichte geschrieben wurde, das Fahrzeugmuseum Marxzell.

 

Und wenn man über die A8 oder den nördlichen Schwarzwald Richtung Stuttgart fährt, kann man in  Pforzheim, der Schmuck- und Goldstadt viel Geld in kleinen Dingen anlegen -oder einfach ins Schmuckmuseum gehen.

Das Kloster Maulbronn, UNESCO Weltkulturerbe, lädt mit mittealterlichem Flair. Man darf (meistens) in den großen Hof reinfahren. Was für eine Kulisse für ein Bild mit dem Heinkel-Roller!

 

Über schöne Landstraßen mit vielen Weinbergen in der Gegend erreicht man Eberdingen mit dem KUNSTWERK, einer kleinen, potenten Sammlung moderner Kunst. Und wenig weiter in Hochdorf/Enz das Keltenmuseum mit dem einzigartigen Fund des Fürstengrabs. Interessanter kann ein Blick in ein Pyramidengrab in Ägypten auch nicht sein! Atemberaubend.

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Wenn Ihr aus dem Osten ins Ländle kommt, sind die Städte Dinkelsbühl und Rothenburg ob der Tauber Pflichtprogramm: sehr gut erhaltene und gepflegte mittelalterliche Kleinode!

 

In Fachsenfeld im Schloß -der kleine Ort gehört zu Aalen- findet man außer Barockem auch den Beweis, dass ein Cw Wert für Autos auch in den Dreißiger-Jahren schon bei 0,24 liegen konnte, es finden sich einige Originalexponate des Tüftlers Baron Reinhard von Koenig-Fachsenfeld in dem Anwesen.

 

Grenzwertiges säumt von hier den Weg nach Westen: der Limes, der römische Grenzwall ist stellenweise noch gut zu erkennen, und jedes Dorfmuseum kann sich darauf beziehen, Aalen selbst beherbergt das größere Limesmuseum. Und gemäß des Ausspruchs des Direktors des Alten Schlosses in Stuttgart: „Kelten gehen immer“ wird man in vielen kleinen und großen Ausstellung auch deren Spuren finden.

 

Mitten im Nowhere liegt Eschach-Seifertshofen, und dort gibt es das Schwäbische Bauern-und Tecnnik-Museum, ein wildes Sammelsurium, privat aufgebaut und von Freitag bis Sonntag geöffnet: http://museum-kiemele.de/anfahrt.

 

Südlich von Aalen, in Oberkochen: Das ZEISS Museum der Optik, dann weiter Richtung Süden: In Giengen an der Brenz, das berühmte Steiff Teddybären Museum, hier findet jeder seinen alten Kameraden aus der frühen Kindheit wieder. Tipp: Im Laden werden auch die Stoffe verkauft, aus denen die berühmten Spielzeuge gefertigt werden, für Neukreationen klasse, oder um einem alten Teddy wieder zu neuem Leben zu verhelfen.

 

Nun haben wir die Möglichkeit, von Ulm -ja, immer noch Europas höchster Kirchturm- Richtung Treffen zu fahren, oder wir tuckern von Aalen aus noch weiter über die B29 oder besser noch rechts oder links davon über wenig befahrene Landstraßen Richtung Stuttgart. In Schwäbisch Gmünd bietet die antroposophisch geführte Firma Weleda Führungen durch ihr Erlebniszentrum, kurz nördlich der Stadt liegt Mutlangen, das durch die Blockaden der Friedensbewegung seinen Ruf erhalten hat, nein, dazu gibt’s kein Museum...

 

Südlich des Remstals stehen unübersehbar die Drei Kaiserberge: Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen, typische Zeugenberge, die nur aussehen als wären sie vulkanischen Ursprungs. Alle drei laden zum Wandern ein!

 

Näher an der Metropole, dann endlich Grunbach! Der Geburtsort Ernst Heinkels. Und im Museum Remshalden-Grunbach wird über den berühmten Sohn der Stadt berichtet. Leider der einzige Ort, an dem Ernst Heinkel gewürdigt wird. Außer natürlich in jedem Roller und jeder Kabine.

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Nun sind wir in der Region Stuttgart!

 

Hier ein paar sehr persönliche Eindrücke der Stadt:

https://www.flickr.com/photos/korntal/albums/72157625025351540

 Die Landeshauptstadt präsentiert sich dem Touristen zur Zeit etwas unvorteilhaft: Die riesige Baustelle um den Hauptbahnhof, Stuttgart 21, beherrscht das Stadtbild leider. Aber man kann auch in die Baugrube schauen, zum Beispiel von den Durchgängen zwischen Bahnhofsgebäude und Interims-Bahnsteigen. Schon gut zu erahnen, wie das Gesamtkunstwerk mal werden soll. Und unten im Bahnhofsturm gibt’s ne kleine Ausstellung dazu. Ist gerade der Aufzug auf dem Turm offen? Die Aussicht geht dann entweder Richtung Baustelle, oder in der anderen Richtung eben zur Innenstadt, entlang der Hauptstraße „Königstraße“. 

Diese führt einen dann zu Fuß Richtung Schlossplatz, welcher in einigen Reiseführern als einer der schönsten Plätze Europas gerühmt wird. Das Neue Schloss, als Sitz der Landesregierung, ist nicht öffentlich zugänglich, aber das Alte Schloss birgt das Landesmuseum mit den Kronjuwelen der württembergischen Könige und hat eine Reitertreppe, mit der die Ritter bis in die oberen Stockwerke im Sattel bleiben konnten. Ich hätte gute Lust, da mal mit nem Heinkel rauf zu fahren...

 

Von hier aus in kurzer Laufdistanz finden sich das Kunstmuseum, das Haus der Geschichte, die Staatsgalerie, die nun endlich auch ihre Werke von Oskar Schlemmer zeigen darf, sehr lohnenswert! Dann noch das Hegel- Haus und das Neue Rathaus, von dem in einer Baedeker- Ausgabe steht: „Das Neue Rathaus ist nur groß...“ Dafür hat`s drinnen noch einen der sehr selten gewordenen funktionierenden Pater-Noster. Sollte jeder auch mal gefahren haben!

 

Und natürlich der Fernsehturm! Nicht nur ist er einer der schönsten seiner Art, nein, er war auch -damals 1956 sensationell- der allererste! Jetzt dürfen wir, nachdem man sich auf einen modernen Brandschutz einigen konnte, auch wieder rauf, dort lässt es sich zum Beispiel lecker frühstücken, und der Blick ist einfach toll!

 

Aber Stuttgarts Kessellage bietet noch mehr schöne Aussichtspunkte auf die Stadt, eben aus etwas tieferer Warte: Eis- Cafe Pinguin am Eugensplatz, der Kriegsbergturm, der Chinesische Garten, der Bismarckturm, die Aussichtsplattformen an der Lenzhalde oder der Zeppelinstr, die Karlshöhe oder gar der „Monte Scherbelino“, der Trümmerberg des Birkenkopfes.

 

Und, mit der Grabkapelle der Württemberger, der Rotenberg! Hier wird anschaulich wie unser Königshaus mit der Zarenfamilie verflochten war. Einige Regentinnen waren Zarentöchter und haben meist wohltätig gewirkt im Ländle. In dem angrenzenden Örtchen lässt es sich sehr gut speisen, und noch mehr: viele Touristen verbinden den obligatorischen Besuch im Mercedes-Benz-Museum mit einer Mittagspause hier. Denn der Besuch des Museums kann schon lange dauern, und mit der Eintrittskarte kann man nach einer Mittagspause in Rotenberg auch einfach wieder ins Museum spazieren und den Gang durch die Automobilgeschichte fortführen!

Wenn es einen Programmpunkt gibt, den man bei einem Stuttgart Besuch nicht auslassen darf, so ist es dieses Weltklasse-Museum!   Einmalige Ausstellungsstücke und modernste Museumspädagogik!

Die Gottlieb Daimler Gedächtnisstätte befindet sich in Bad Cannstatt, nicht weit von Museum und Werk.

  

Porsche hat ja im Norden der Stadt auch ein eigenes Museum, auch interessant. Und man sieht von dort über die Bahngleise noch einige Gebäude, in denen früher die Motorenwerke Hirth, und danach  die Heinkel- Werke waren. Die Geburtsstätte der Roller! Da inzwischen alles zur Firma Porsche gehört, kommt man nicht mehr zu den Gebäuden, alles liegt hinter den Werkstoren.

 

Wer übrigens über die Autobahn von Ludwigsburg kommend hier nach Stgt-Zuffenhausen gefahren ist, hat linker Hand nen weiß gestrichenen Betonklotz entdeckt: das Gefängnis von Stammheim, im Deutschen Herbst 1977 in die Geschichte eingegangen.

 

Dem Technik Fan gefallen dann noch das Straßenbahnmuseum in Bad Cannstatt oder das Omnibus-Museum Gottlob Auwärter in Stgt-Vaihingen, das allerdings nur selten öffnet.

In Bad Cannstatt, auf dem „Wasen“, unserem heimischen Pendant zur Münchener Wiesn, hat Ernst Heinkel seine ersten Flugversuche unternommen, es war Stuttgarts erster Flugplatz, dort erlitt er auch seinen Unfall, der ihn davon abhielt, weiter als Pilot mitzumischen, er hat sich dann aufs Konstruieren beschränkt.

 

„Solitude“ hat immer noch einen guten Klang bei den Motorsportfreunden. Das Schloss selbst, liebevoll restauriert, gehört eigentlich zum Ensemble der Ludwigsburger Schlösser (siehe vorher), quasi als Wochenendhäuschen, und mit einer kerzengeraden langen Straße mit diesen verbunden. Es ist schwer sich vorzustellen, wie gigantisch der Vergnügungspark um das Schloss gewesen sein muss, ein Disneyland seiner Zeit; heute umgeben Koppeln und Wiesen die Anlage, die  immer noch sehr gerne als Fotokulisse genommen wird. Und so`n Heinkel vor Barock macht schon was her.

Die Rennstrecke befindet sich ein paar Kilometer weiter, ist runtergebremst, es waren wohl wochenends zu viele Hobby- Rennfahrer unterwegs, trotzdem ist es ein Spaß, die historische Strecke mal abzufahren und seinen eigenen „Rundenrekord“ aufzustellen. Macht ein Bild mit Roller vor dem Start-und Ziel Turm!

 

Früher war Stuttgarts Wahlspruch mal: „Großstadt zwischen Wald und Reben“, diese Lage hat es natürlich  heute auch noch, und die Wälder rings um den Kessel sind durchzogen von Wanderwegen, und zum Waldfriedhof führt aus der Stadt eine historische Standseilbahn, die den Höhenunterschied charmant überbrückt, und als Ausgangspunkt vieler Wanderrouten dient.

 

In den umliegenden Gemeinden hat es noch mehr zu entdecken: In Böblingen auf dem Flugfeld steht die Motorworld, die ehemaligen Hangars beherbergen Oldtimer  und -Firmen auf höherem Niveau, alle Nobelmarken der Automobilindustrie versammeln sich hier. Einen Motorroller habe ich entdeckt: Im Fenster des Flugsimulator-Anbieters SimInn. Dort kann man kurz ne Runde in einem B737 Simulator drehen, einmal über die Golden- Gate Brücke düsen.

 

Esslingen, die alte Reichsstadt, zeigt sich mit Burg auf der Höhe und schöner historischer Altstadt, unter dem Marktplatz liegen heute noch die Keller der Sektkellerei Kessler, Führungen werden angeboten. Und nicht vergessen, bei Bertazzoni ein Eis zu schlotzen! Dies ist eine der ältesten italienischen Eisdielen in Deutschland.

 

So, jetzt aber rauf auf die Fildern, die Ebene um den Flughafen und die Messe, dann sehen wir schon die Schwäbische Alb! Und es ist nicht mehr weit zum Heinkel-Treffen!

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Die Region um das Veranstaltungsgelände

 

Wir befinden uns im Landkreis Göppingen, mitten auf der Schwäbischen Alb.

Noch vor einigen Jahrzehnten als rückständiges, Gebiet belächelt, ist die Alb zu einer äußerst attraktiven Gegend geworden: hier finden sich potente kleine Industriebetriebe genauso wie moderne Landwirtschaft, die Anzahl der Bio-Höfe ist überdurchschnittlich hoch, die Produkte der Region haben einen sehr guten Ruf.

Der Ausdruck „Rauhe Alb“ galt übrigens ursprünglich nicht dem Klima, sondern der Unebenheit der Böden.

Solltet Ihr über die „Alb-Leisa“ stolpern: dies ist eine nach Jahren in der Versenkung wieder verbreitete alte Sorte von Linsen, die früher auf der Alb angebaut wurde. Das Saatgut hierzu wurde vor einigen Jahren wieder entdeckt: in einer Forschungsanstalt in St Petersburg in Russland. Die Saat wurde reimportiert, vernehrt, kultiviert und ist heute eine Delikatesse. Sehr schmackhaft, mit viel „Terroir“-  und zu Linsen gehören Spätzla!

Oder die schwäbischen Whiskeys: auch hier, ähnlich wie bei kleinen Destillen in Schottland, ist die Regionalität im Vordergrund, man schmeckt es. Ein Dinkel-Whiskey im Port-Fass ausgebaut: ein Gedicht! (und inzwischen auch auf der Alb sehr gefragt und rar)

Die Gaststättenführer über die Region füllen ganze Bücherregale! Bio-Rind, Wasserbüffel, Bio-Lamm, Bio-Dinkel und -Getreide, alles vom Feinsten.

Nur eine Restauration exemplarisch davon: im Filstal, das auch „Geißentäle“ genannt wird- wegen der vielen Ziegen, die die Wachholderheiden pflegen-,  in Bad Ditzenbach der Gasthof Hirsch. Der Blick auf die Speisekarte läßt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Quitten-Sabaione oder Ebereschensorbet, zum Beispiel.

Dass die zerklüftete Jura-Landschaft zum Wandern einlädt, ist selbstredend. Gleich auf der anderen Talseite vom Gelände des Treffens schlängelt sich etwa der Ave-Weg, vorbei an der Ave-Maria Wallfahrtskirche durch Wald und Feld. Aber am Besten informiert man sich im Internet auf der Seite http://www.loewenpfade.de über das Angebot an gut ausgebauten und beschilderten Wandermöglichkeiten. Die entsprechende Landkarte 1:25000 werden wir am Schwarzen Brett aushängen.

Nicht zu vergessen: die Einkaufsmöglichkeiten! Weltruf genießt die Fischhalle der Firma WMF in Geislingen. Meist steht das gesamte Sortiment des Metall-und Küchenwarenherstellers dort zu phänomenalen Preisen zum Verkauf. Busladungen von chinesischen Touristen wurden dort schon gesichtet! Etwas unterhalb der Alb, Richtung Reutlingen, hat sich eine ganze Stadt auf Fabrikverkäufe spezialisiert: Metzingen. Angefangen hat Hugo Boss mit Couture, und alle alle anderen kamen. www.outletcity.com/

Und was es noch so unter dem Label „outlet“ gibt, findet Ihr hier:

http://www.erlebnisregion-schwäbischer-albtrauf.de 

Diese Seite bietet überhaupt einen guten Überblick über unsere Ecke!

Und die vorbereiteten Tourenvorschläge beim Jahrestreffen lassen Euch die teils liebliche, teils rauhe Landschaft und ihre Highlights erfahren.

Engstingen muss noch erwähnt werden, obwohl ich glaube, jeder Roller- und Kleinwagenfan kennt das Museum, Heinkel ist ja gut vertreten dort. http://www.automuseum-engstingen.de  Das nächste Roller- und Kleinwagentreffen dort findet im Oktober 2018 statt. Samstags, sonn- und feiertags geöffnet, und nur 50km von Deggingen entfernt, südlich von Reutlingen.

Auf dem Weg dorthin kommt Ihr an einigen Stellen vorbei, deren Lage man schon vor Jahrhunderten schätzte und gleich ne Burg oder ein Schloß hingesetzt hat: Schloss Lichtenstein, vom Dichter Willhelm Hauff inspiriert, oder die Burgruine Hohenneuffen bei Neuffen, die Burg Teck bei Kirchheim unter Teck, die Burgruine Hohenurach, alle sind für Besucher geöffnet und alle belohnen mit bestechender Aussicht.

Gerne im Sattel, aber auch mal vier Hufe statt zweier Gummireifen darunter? Das württembergische

Haupt- und Landesgestüt in Marbach (nicht das Marbach am Neckar, das wegen des Deutschen Literaturarchivs und Friedrich Schiller berühmt ist, sondern das auf der Alb) züchtet seit 1817 Vollblut Araber, aber auch Schwarzwälder Kaltblüter. Was für ein Kontrast! Besucher jederzeit willkommen.

 

Jetzt reichts aber mit Tipps, schließlich wollen wir mit Euch ja noch viel Zeit auf unserem Gelände verbringen und Euch unser Programm genießen lassen!

 

 

 

 

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